Die gute Nachricht: Sowohl Raclettekäse als auch klassischer Schnittkäse lassen sich grundsätzlich problemlos einfrieren. Damit Geschmack und Konsistenz möglichst gut erhalten bleiben, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.
Entscheidend ist vor allem die richtige Aufbewahrung, denn Gefrierbrand ist der grösste Qualitätsverlust beim Tiefkühlen. Der Käse sollte daher luftdicht verpackt werden. Idealerweise zunächst in Frischhaltefolie und anschliessend in einem Gefrierbeutel oder noch besser vakuumiert. Je weniger Luft an den Käse gelangt, desto besser bleiben Aroma und Textur erhalten. Empfehlenswert ist es zudem, den Käse in kleineren Portionen einzufrieren. Einzelne Raclette Scheiben können separat in Klarsichtfolie gewickelt werden, damit sie nicht zusammenkleben und sich später leichter entnehmen lassen. Gut verpackt bleibt Raclette- und Schnittkäse mehrere Monate haltbar.
Weniger geeignet zum Einfrieren sind hingegen Weich- und Frischkäse. Aufgrund ihres hohen Wasseranteils verlieren sie beim Auftauen deutlich an Struktur und Geschmack.
Ebenso wichtig wie das Einfrieren ist das richtige Auftauen. Raclette- und Schnittkäse sollten weder bei Zimmertemperatur noch in der Mikrowelle aufgetaut werden, da sie sonst zu viel Feuchtigkeit verlieren. Besser ist es, den Käse langsam über zwölf bis vierundzwanzig Stunden im Kühlschrank auftauen zu lassen. Vor der Verwendung kann er anschliessend etwa dreissig Minuten bei Raumtemperatur temperieren. So schmilzt Raclettekäse wieder gleichmässig im Pfännchen.
Beim Auftauen kann die Qualität des Käses zwar leicht nachlassen, für warme Gerichte wie Gratins, Käsesaucen oder Fondue eignet er sich jedoch weiterhin bestens und kann problemlos verzerrt werden.
Dennoch bleibt eines klar: Frisch schmeckt Käse einfach am besten.